Supported Spindle – Geschichte, Faszination und Tipps für den Einstieg - Teil 2 Wahl der richtigen Spindle
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Die Wahl der richtigen Supported Spindle hängt weniger davon ab, welche die "beste" ist, sondern vielmehr davon, welche Fasern du spinnen möchtest, welche Technik du bevorzugst und wie viel Erfahrung du bereits hast. Tatsächlich besitzen viele erfahrene Handspinnerinnen mehrere Supported Spindeln für unterschiedliche Einsatzzwecke.
1. Das Gewicht – der wichtigste Faktor
Das Gewicht beeinflusst, wie schnell sich die Spindel dreht und welche Garne sich damit am besten herstellen lassen.
| Gewicht | Geeignet für |
|---|---|
| 10–20 g | Ultrafeine Garne, Lace, Cashmere, Seide, Merino 18–19 Mic |
| 20–30 g | Feine bis mittlere Garne – ideal für Einsteiger |
| 30–40 g | Mittlere Garne, Allround-Einsatz |
| über 40 g | Dickere Garne, robuste Fasern, Anfänger mit kräftigerem Zug |
Tipp: Für die meisten Anfänger ist eine Spindel zwischen 20 und 25 g ein guter Einstieg.
2. Die Form
Supported Spindeln gibt es in vielen Formen.
Russian Style
- lange, schlanke Welle
- sehr lange Rotationszeit
- ideal für feine Garne
- besonders beliebt für Merino
Tibetan Style
- kürzer
- robuster
- gut kontrollierbar
- vielseitig einsetzbar
Tahkli
- sehr klein
- extrem schnell
- hauptsächlich für Baumwolle und sehr feine Fasern
Andean oder andere regionale Formen
- oft dekorativ
- unterschiedliche Gewichtsverteilungen
- teilweise für spezielle Techniken entwickelt
3. Das Material
Das Material beeinflusst Gewicht, Balance und Haptik.
Holz
- warm in der Hand
- klassisch
- leicht
Beliebte Hölzer:
- Ahorn
- Birke
- Olive
- Walnuss
- Ebenholz
Metall
- läuft oft länger
- kompakt
- höheres Eigengewicht
4. Die Balance
Eine gute Supported Spindle sollte:
- ruhig laufen
- nicht eiern
- lange nachdrehen
- sauber verarbeitet sein
Eine perfekt ausbalancierte Spindel macht das Spinnen deutlich angenehmer.
5. Welche Fasern möchtest du spinnen?
| Faser | Empfehlung |
|---|---|
| Merino | 18–25 g |
| Cashmere | 10–18 g |
| Yak | 15–20 g |
| Qiviut | 10–15 g |
| Alpaka | 20–30 g |
| Seide | 15–20 g |
| Baumwolle | Tahkli oder sehr leichte Supported Spindle |
| Corriedale | 25–35 g |
| BFL | 20–30 g |
6. Die Spindelschale
Ebenso wichtig wie die Spindel selbst ist die Unterlage, auf der sie läuft.
Geeignet sind beispielsweise:
- Keramikschalen
- Holzschalen
- Glasschalen
- Steinschalen
Entscheidend ist eine glatte Vertiefung, in der die Spitze möglichst reibungsarm rotieren kann.
7. Für Einsteiger
Wenn du deine erste Supported Spindle kaufst, solltest du auf folgende Eigenschaften achten:
- Gewicht zwischen 20 und 25 g
- gute Balance
- robuste Spitze
- angenehme Haptik
- hochwertige Verarbeitung
Damit kannst du die meisten Wollfasern problemlos verspinnen und verschiedene Techniken ausprobieren.
Fazit
Die "perfekte" Supported Spindle gibt es nicht – sie sollte zu deinem Spinnstil und den Fasern passen, die du am liebsten verspinnst. Für die meisten Spinnerinnen ist eine mittelleichte, gut ausbalancierte Spindel zwischen 20 und 25 g der ideale Einstieg. Mit wachsender Erfahrung lohnt es sich, die Sammlung zu erweitern: eine besonders leichte Spindel für feine Luxusfasern, eine etwas schwerere für Alltagsgarne und vielleicht eine spezialisierte Tahkli für Baumwolle. Genau diese Vielfalt macht den besonderen Reiz des Supported-Spindle-Spinnens aus